All you can row

Rheinklub Alemannia ruderte bis „Geht nicht mehr“

Unter der treffenden Bezeichnung "All You Can Row" fuhren 38 Ruderer in acht Booten frühmorgens ab Karlsruhe den Rhein hinunter.

Start war am 28. Juni 2014 bei Sonnenaufgang um 5:22 Uhr. Mit dabei Landesverbands-Ruderwart Werner Rudolph. All You Can Row - eine breitensportliche, 16-stündige Langstrecken Rudertour, veranstaltet und organisiert vom Karlsruher Rheinklub Alemannia.

Die Teams sollten nicht gegeneinander rudern, sondern miteinander kämpfen, getragen von sportlicher Solidarität – Rudern bis zum Geht nicht mehr! 7 gesteuerte Gig-Doppelvierer und ein Gig-Dreier, 38 Rudrerinnen und Ruderer skullten vom Karlsruher Hafen aus auf den großen Strom hinaus.

Gleich nach der Karlsruher Rheinbrücke zeigte der Pegel Maxau 4,45 Meter. Kein günstiger Wasserstand für eine längere Rheintour mit weiten Zielen, denn das Tempo war aufgrund der geringen Strömung sehr langsam. Dafür gab es bei Mannheim-Ludwigshafen keine Stau- und Kreuzwellen, welche die schmalen Gigboote schnell zum Absaufen bringen könnten.

„Es ist ein Zeichen besonderer Stärke seine Grenzen zu erkennen…“ sagte sich eine noch sehr frisch wirkende Mannschaft und beendete ihre Tour nach 114 km an der schönen Naturschutz-Insel Kühkopf beim Ruder-Club Neptun Darmstadt.
Bei Rheinkilometer 503,3 war bei den meisten Ruderinnen und Ruderern „der Dampf raus“ und nach 
146 km Skullen legten sie bei der Mainzer Rudergesellschaft an und riggerten erleichtert die Boote ab. Zwei Doppelvierer hatten noch nicht genug. Nach kurzer Pause legten die Mannschaften wieder tapfer zur Weiterfahrt nach Bingen ab und hatten 172 Rhein-km gerudert – am Mäuseturm vorbei skullte auf dem trägen Strom an diesem langen Tag jedoch keine Mannschaft.
Werner Rudolf war schwer beeindruckt: „Letztlich haben wir das Ziel Mainz rechtschaffen müde mit gewissen Verschleißerscheinungen des Allerwertesten erreicht. Es war die längste Tages-Ruderstrecke meines über 50-jährigen Ruderlebens. 146 Kilometer, ein Triathlon mit den Disziplinen Rudern, Rudern und Rudern!“

(Foto: Dietmar Kup)

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